Die Schweiz ist sicherer als die meisten Länder Europas. Doch sie ist keine Insel. Frankreich kämpft seit Jahren mit einer Epidemie organisierter Kriminalität. Unser westlicher Nachbar entwickelt sich zunehmend zu einer sicherheitspolitischen Hypothek.
Die Serie von Angriffen auf Schweizer Waffenfachgeschäfte ist Symptom dieser Entwicklung. Waffenfachhändler gehören somit zu den ersten Opfern einer Bedrohung, deren Ursprung ausserhalb unseres Landes liegt.
Es gilt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das Problem wird nicht mit zusätzlichen Regulierungen im Inland gelöst. Wer organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen will, muss ihre Ursachen bekämpfen und dort ansetzen, wo sie in die Schweiz gelangt. Prävention beginnt nicht am Tatort. Sie beginnt an der Landesgrenze.
PROTELL fordert den Bundesrat auf, einen subsidiären Einsatz der Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden bei der Grenzsicherung ernsthaft zu prüfen. Wenn die Sicherheitslage dies erfordert – wie es jetzt zweifelsohne der Fall ist – müssen zusätzliche Kräfte verfügbar sein. Der Schutz der Bevölkerung darf nicht an personellen Engpässen scheitern.
Ein freiheitliches Waffenrecht setzt einen Staat voraus, der organisierte Kriminalität wirksam bekämpft und diejenigen schützt, die legal und verantwortungsvoll mit Waffen umgehen. Nur unter diesen Voraussetzungen können Freiheit und Sicherheit dauerhaft nebeneinander bestehen.