Die SiK-N will Verteuerung der GP-11

Mit 11 zu 10 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SiK-N) entschieden, die Motion des Ständerates (Eingereicht von Werner Salzmann) abzulehnen. Diese Motion will verhindern, dass der Preis für die GP-11-Munition erhöht wird. Damit hat die SiK-N falsch und aus einer engstirnig kostensparenden Perspektive entschieden. Der Kollateralschaden dieses «Sparens um jeden Preis» wird sich sowohl im Schiesssport als auch in der Partnerschaft zwischen Schützenvereinen und Armee bemerkbar machen. Bemerkenswert an diesem schädlichen Entscheid ist der Umstand, dass in der SiK-N eine bürgerliche Mehrheit besteht. Einmal mehr wird offenkundig, dass nicht auf alle bürgerlichen Nationalrätinnen und Nationalräte Verlass ist.

Die im Gegenzug für die Verteuerung der GP-11 vorgeschlagene Teilkompensation durch höhere Beträge an die Schiessvereine, ist ein Nullsummenspiel: Die Vereinskassen werden potenziell voller sein, allerdings wird die Anzahl der aktiven (und beitragszahlenden) Schützen dezimiert. Dies ist umso stossender, als es das Ziel des Ausserdienstlichen Schiesswessens ist, die Schiessfertigkeit zu verbessern und den Wehrwillen zu stärken, unabhängig mit welcher Ordonanzwaffe geschossen wird.

PROTELL appelliert nun an unsere Mitglieder, damit diese ihnen bekannte Nationalräte kontaktieren und sie über die Bedeutung der im Dezember bevorstehenden Abstimmung im Nationalrat erinnern.