Nationalrat François Pointet fordert in einer parlamentarische Initiative «Weg mit der ausserdienstlichen Schiesspflicht, diesem kostspieligen alten Zopf!». PROTELL setzt sich im eidgenössischen Parlament für die Beibehaltung des Obligatorischen Schiessens ein.
Für die Landesverteidigung
Krieg ist keine theoretische Möglichkeit, sondern leider immer noch die Realität. Die einzige Antwort auf eine solche Bedrohung ist eine gut ausgebildete und ausgerüstete Armee. Allerdings kann diese nur durch regelmässiges Training ihre Glaubwürdigkeit und Einsatzbereitschaft bewahren. Hierin hat sich das Obligatorische Schiessen als bewährter Grundpfeiler für den Erhalt der Schiessfertigkeit der Armeeangehörigen erwiesen. Damit dient es auch der Unfallprävention.
Für die Tradition
Das 300m-Schiessen ist eine Schweizer Besonderheit: Gelebte Präzision, Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsgefühl. Die Behauptung, es sei «ein alter Zopf» wird durch das unverminderte Engagement der Schiessvereine Lügen gestraft. Von zentraler Bedeutung sind die Synergien zwischen Landesverteidigung und dem Breitensport – so gehört das Schiesswesen zu den populärsten Sportarten in unserem Land und die Fähigkeiten der Schützenmeister kommen in der Ausbildung der Armeeangehörigen voll zum Tragen.
Absage an Armeeabschaffer
Das laufende Jahr hat uns erneut klar vor Augen geführt, wie überlebenswichtig die Armee für ein souveränes Land ist. Eine weitere Lektion daraus: Unverändert sind Infanteriegefechte auch für moderne Streitkräfte ein realistisches Szenario. Dabei ist es unabdingbar, dass ein hohes Niveau im Umgang mit der persönlichen Waffe erhalten wird; schliesslich ist es immer noch das Sturmgewehr, das in einem Grossteil aller Kampfhandlungen auf dem Boden eine zentrale Rolle spielt. Angesichts dieser Fakten mutet es absurd an, dass von politischen Kräften, von denen etliche Exponenten erklärtermassen unsere Armee abschaffen wollen, ein zentraler Bestandteil unserer militärischen Ausbildung unter dem Deckmantel einer «Kosten-Nutzen-Analyse» angegriffen wird – dieser wohlbekannten Salamitaktik erteilen wir eine klare Absage.