Diskussion ums Waffentragrecht

Ein Angriff auf ein Waffengeschäft in der Schweiz, der Terroranschlag in Wien… Vielen unter uns, insbesondere unter den Mitgliedern von PROTELL, geben diese Ereignisse Anlass, die Diskussion um das Waffentragen wieder aufzunehmen.

Völlig zu Recht.

Zur Erinnerung: Unser Präsident Jean-Luc Addor hat 2017 im Nationalrat eine parlamentarische Initiative für das Waffentragen auch für Bürgerinnen und Bürger eingereicht.

Mit der Initiative wurde verlangt, die Bedürfnisklausel zu streichen. Der Fähigkeitsnachweis in Form einer praktischen Prüfung sollte, zusätzlich zur theoretischen Prüfung gemäss heutigem Muster, nach entsprechender Ausbildung in einem anerkannten Schiessverein erbracht werden. Mit der Feststellung, dass die Politik noch nicht reif für diese Gesetzesrevision war, wurde die Initiative im März 2018 zurückgezogen.

Dabei gehört das Tragen einer Waffe zu unseren Grundfreiheiten und fusste in der Schweiz auf einer freiheitlichen Tradition, bevor es auf der Grundlage einer falschen Gesetzesauslegung auf ein Privileg reduziert wurde, das Berufswaffenträgern vorbehalten ist. Alle, die sich als liberal bezeichnen, sollten für die Wiedereinführung des Waffentragrechts sein.

Wie viele Attentate braucht es noch, bis die wirklich Liberalen in diesem Land dies realisieren? Im Interesse der Sicherheit der unbescholtenen und verantwortungsvollen Bürger muss diese dringend notwendige Debatte wieder aufgenommen werden

Für PROTELL ist die Debatte jedenfalls nicht beendet, denn sie hat an Aktualität nichts eingebüsst – im Gegenteil.

Wir werden deshalb immer wieder darauf zurückkommen.